Hilfe bei Trauma

In dem Verständnis der 3 Prinzipien liegt so viel Hoffnung – auch wenn es einem manchmal nicht leicht fällt, sich auf etwas so Unglaubliches einzulassen. Nimm meine Worte bitte nur als Wegweiser, schaue selbst in die Richtung, in die ich damit weisen will… Letztlich sind nur die Erkenntnisse, die wir selbst gewinnen, nachhaltig hilfreich und richtungsweisend.

Mir ist klar, dass das Thema Trauma in vielen Ansätzen als eine Art Ausnahme angesehen wird – fast so, als könnte es nicht heilen. Sicher gehört ein Trauma zu den schlimmsten Erlebnissen, die wir haben können und ich fühle mit uns allen, die wir mehr oder weniger schwerwiegende Dinge in der Vergangenheit erlebt haben.

Dennoch liegen alle Erlebnisse – auch traumatische – in der Vergangenheit. Alles, was vergangen ist, kann in uns nur durch unsere Erinnerungen wieder erlebt werden. Es ist einfach, wie das System funktioniert – da gibt es keine Ausnahmen. Auch solch schlimme Erinnerungen sind letztlich nichts als abgespeicherte Gedanken, die uns quälen, wenn sie wieder – bewusst oder unbewusst – ins Bewusstsein kommen.

Selbst die körperlichen Auswirkungen und noch so komplexen Kettenreaktionen in unserer Psyche gäbe es nicht, wenn nicht ein erster unschuldiger Gedanke unser Erleben damals erschaffen hätte. Dann scharen sich weitere Gedanken um diesen ersten und machen daraus ein komplexes Monstrum an Mustern, Strategien usw. – dennoch alles Gedanken. Ich weiß, es klingt unglaublich, aber alles, wirklich ALLES im Leben kommt durch die 3 Prinzipien zustande.

Daher gibt es auch keine Schuld – das System ist kreativ und wir haben keinen Einfluss darauf, was wir denken. Wir haben jedoch die Macht zu erkennen, DASS wir denken. Das ändert alles. Es macht die Gedanken transparent und wir fühlen uns der von ihnen suggerierten „Realität“ weniger ausgeliefert. Unsere gesunde Verfassung, die unter den schweren Gedanken begraben schien, kommt wieder mehr und mehr zum Vorschein. Wird uns klar, dass die quälenden Gefühle nichts als Gedanken sind, wird es leichter.

Es wäre sehr schlimm, wenn Trauma tatsächlich eine Ausnahme wäre, denn dann könnte sich niemals etwas ändern. Käme das jetzige Gefühl wirklich von dem, was damals passiert ist, würden wir auch nach Jahren niemals etwas anderes fühlen können. Es wäre unmöglich, dass sich etwas ändert! Schauen wir jedoch genau hin, hat sich bzgl. mancherlei Trauma unser Gefühl aber bereits geändert – oft sogar mehrmals – vielleicht (noch) nicht bei allen Traumata, aber prinzipiell ist es bei allen Traumata möglich. Denn wir erleben ein Trauma nur durch unsere Gedanken. Und Gedanken ändern sich. Und das umso mehr, wenn man in diese Richtung schaut: Wir erleben unser Denken, nicht die äußeren Umstände. Das hat System und funktioniert so von Natur aus. Und wir haben die Fähigkeit, das zu ERKENNEN. Auch, wenn es noch so schlimm ist. Darin liegt alle Hoffnung.

Der Schlüssel liegt in der NATUR unserer Wahrnehmung – nicht in dem, was wir wahrnehmen oder wahrgenommen haben. Wir erschaffen ganz unschuldig „Dinge“ durch unsere Gedanken und kriegen sie dann zu erleben. Nur ist uns nicht bewusst, dass diese Dinge wahrhaftig nur Trugbilder sind, weil sie sich so verdammt real anfühlen. Dennoch kann man sie durchschauen. Selbst die schlimmsten Ereignisse können unsere gesunde Verfassung nicht zerstören. Es erscheint nur so.

Liebe Leserin, lieber Leser, ich kann dich nur einladen, dich mit den 3 Prinzipien zu befassen. Für mich haben sich dadurch so viele Dämonen der Vergangenheit (auch traumatische) aufgelöst. Ich sehe es tagtäglich auch in Klienten, Freunden und Kollegen. Melde dich gerne bei mir für ein kostenloses Gespräch*, schau mal die Videos hier im Blog an oder lese „Das hätte mir jemand sagen sollen!“ von Jack Pransky (erhältlich bei Amazon.de).

*Wichtiger Hinweis: Bei ernsthaften psychischen und physischen Erkrankungen bzw. Befindlichkeitsstörungen ist meine Beratung kein ausschliesslicher Ersatz für eine ärztliche Behandlung. Wenn du unter Erkrankungen oder ernsten Symptomen leidest, suche bitte in deinem eigenen Interesse einen entsprechenden Arzt oder Heilpraktiker auf. Zusätzlich kann das Verständnis der Natur unserer Psyche aber maßgeblich der Gesundung beitragen.

4 Kommentare

  1. Hallo Katja – ein interessanter Ansatz! Aber was, wenn ein Trauma bereits in frühester Kindheit ausgelöst wurde und sich auf un(ter)bewusste Weise tiefgreifend auf das ganze Leben und Erleben auswirkt, ohne dass bestimmte Gedanken überhaupt greifbar sind? Die Traumaforschung geht davon aus, dass viele Erinnerungen komplett verdrängt und vergessen werden und traumatische Erfahrungen häufig (immer?) auch im Körper gespeichert und festgehalten werden. Wie soll „ein erster unschuldiger Gedanke“ bereits im Säuglingsalter für ein Trauma verantwortlich sein?
    Und wie kann ich jetzt als erwachsener Mensch traumatische Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle bewältigen, wenn ich doch keine Ahnung habe, welche Erfahrung bzw. Gedanken diese Gefühle in mir überhaupt ausgelöst hat bzw. immer noch auslösen?
    Vielleicht kannst du das näher erklären?
    Liebe Grüße
    Mia

    • Liebe Mia, vielen Dank für deine Nachricht! Bitte entschuldige meine späte Antwort, ich habe deinen Kommentar erst gestern gefunden und wollte mir Zeit nehmen, deine Frage in Ruhe zu beantworten!

      All das Un(ter)bewusste ist wie bei einem Eisberg (der zu 7/8 unter Wasser liegt), für uns nicht greifbar. Dennoch entsteht jede Art von Erfahrung in uns in dergleichen Weise. Wir können etwas nur erleben, indem wir es (unschuldig) mittels unserer Gedanken interpretieren. Darin liegt die ganze Hoffnung.

      Die Art und Weise, wie wir ein Ereignis in der Vergangenheit interpretiert haben, ist nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten, wie wir es hätten interpretieren können. Man kann nie wissen, welchen Gedanken wir angesichts einer Situation haben. Die Frage ist, ist der Gedanke, der eine Situation schließlich in uns definiert hat, wirklich wahr? Welche anderen Gedanken hätten wir angesichts derselben Situation haben können?
      Wir müssen noch nicht einmal wissen, was uns damals genau passiert ist, wenn wir erkennen, dass unsere Sichtweise – was auch immer wir gedacht haben mögen – eine von unendlich vielen war, die uns unschuldigerweise in den Sinn kam…
      Gott weiß, wo Gedanken herkommen. Vor allem in einem unschuldigen Kind? Unsere Macht liegt darin, sie als Gedanken zu identifizieren – selbst wenn sie unbewusst sind, sind sie nichts anderes. Ich weiß, es hört sich komisch an, wenn ich sage, wir brauchen den Gedanken weder zu analysieren noch zu ändern (oder gar zu wissen, was genau der Gedanke war) – alle anderen Ansätze funktionieren so. Aber selbst wenn eine Erinnerung verdrängt oder im Körper gespeichert ist, sie ist immernoch ein Gedanke im Eisberg. Durch die Beschäftigung mit der NATUR des Eisbergs (und nicht dem Inhalt), werden große Teile des Eisbergs durchschaut, ohne ihn auseinandernehmen zu müssen.

      Anstatt also Gefühle „bewältigen“ zu müssen, verstehen wir, was sie wirklich sind. Durch die Beschäftigung mit den 3 Prinzipien sind große Teile meines Eisberges geschmolzen, ohne dass ich genau weiß, was sich da alles versteckt hatte. Ich fühle mich leichter, obwohl sich an den (teils auch traumatischen) Erlebnissen der Vergangenheit nichts geändert hat. Daher kann ich dir nur empfehlen, dich damit zu beschäftigen. Als Einstieg eignet sich das Buch, das ich genau aus diesem Grund ins Deutsche übersetzt habe: Das hätte uns jemand sagen sollen! von Jack Pransky (erhältlich bei Amazon.de)
      Ich wünsche dir alles Gute – wenn du magst, können wir gerne mal telefonieren?
      Liebe Grüße
      Katja

  2. Susanne Strasser

    Liebe Katja,
    erst nochmal von Herzen „danke“ fuer die Uebersetzung des Buches „Das haette uns jemand sagen sollen“ von Jack Pransky, das ich „zufaelligerweise“ gefunden habe als ich auf der Suche nach dem Buch von Sydney Banks „The missing link“ war, weil ich kurz zuvor ploetzlich verstanden hatte, dass „The missing link“ die Gedanken sind. Wie offensichtlich war das ploetzlich fuer mich!Dass ich das vorher nicht sehen konnte!!! Unglaublich. Jedenfalls hat dieses Buch bei mir den grossen „Schwenk“bewirkt, und mich nach einer 8-monatigen intensiven Zeit mit Byron Katies „The Work“, was mir sehr viel Freude und Freiheit gegeben hat, zu den 3 Prinzipien gefuehrt.
    Mein Kindergartentrauma kann ich deshalb heute so sehen, dass dieses Erlebnis und die damit in Zusammenhang stehende Beziehung mit meiner Mutter DIE Erfahrung war, um heute hier zu sein. Ich konnte meiner Mutter nie verzeihen, weil ich so verzweifelt und verbittert war. Durch die Erkenntnis, dass das alles meine Gedanken waren, die ich ueber diese Situation und daraus resultierend ueber meine Mutter hatte, kann ich jetzt aus tiefstem Herzen DANKE sagen; danke zu meiner Mutter, dass sie diese scheinbare (weil es meine unschuldigen Interpretationen waren) Rolle fuer mich gespielt hat (sie hat es einfach so gemacht, wie sie es fuer richtig erachtet (gedacht) hat). Keiner hat Schuld, alles soll zur Erkenntnis verhelfen, und aus dieser Erkenntnis entsteht der Frieden mit mir, meiner Mutter und meiner Beziehung zu meinen Gedanken. Welch grossartiges Instrument, wenn es einem bewusst wird.

    • Liebe Susanne,
      ich danke Dir für Deinen Kommentar hier! Es wärmt immer wieder mein Herz, wenn solche Erkenntnisse große Teile unserer Vergangenheit in einem Rutsch „aufräumen“! Wie unschuldig es doch ist, dass wir in unserem Leben die maßgebliche Rolle spielen – ohne es zu wissen! Ich könnte nicht dankbarer sein, dass dieses Missverständnis mehr und mehr ans Licht kommt. Daher von Herzen vielen Dank, dass Du Deine Geschichte hier geteilt hast – sie ist eine Inspiration für uns alle!
      Alles Gute für Dich!
      LG, Katja

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